Donnerstag, 15. Juni 2017

[Travel] Athen

Hallo ihr Lieben,
heute startet der erste Teil meines Urlaubsberichts. Da ich Athen und Santorin so unterschiedlich wahrgenommen habe. Habe ich mich dazu entschieden euch meine Erlebnisse und Eindrücke in zwei Beiträgen zu erzählen.




Die Hinreise.
Ich dachte ja immer ich hätte totale Flugangst. Vor ein paar Jahren wurde mir richtig schlecht, wenn ich an das Fliegen gedacht habe. Der Gang in ein Flugzeug kam in meinen Gedanken dem Gang zum Schafott gleich. Doch vor einer Weile habe ich mir vorgenommen, mich nicht mehr von meinen Ängsten einschränken zu lassen. Und da Athen mit dem Bus echt lange ist, dachte ich, dies sei eine gute Gelegenheit das Fliegen anzugehen. Ich war sehr überrascht, dass ich gar keine Angst hatte. Kein bisschen. Ok als der Mann neben mir angefangen hat zu betten, war ich ein bisschen davor, aber ich hab mich gleich wieder beruhigt. Und wisst ihr was noch toll war, es gab Essen. Ja mit Essen kann man mich haben. Es gab zu Beginn Bonbons und dann einen Nudelauflauf, Cracker, Käse, Brötchen und Nüsse und am Ende noch einen Keks. Außerdem habe ich die Alpen von oben gesehen. Kurz um ich mag fliegen :-)


Das Hostel.
Ich war wieder in einem gemischten 6 Bettzimmer mit Bad. Und habe gemerkt, mir sind Gemeinschaftssanitäranlagen lieber. Zum Glück waren ein paar Nachteulen dabei, sodass sich die Waschzeiten unterschieden haben^^  Ich habe natürlich die Bewertungen im Internet gelesen, in einer stand, man könnte die Bäder nicht abschließen. Ich also gleich ausprobiert und was war, ging nicht. Nach einer Weile wussten des aber alle und so ging es. Außerdem war es so hellhörig, dass man eh gehört hat, ob jemand drinnen ist. Dafür hat die Tür zum Zimmer geklemmt, man musste ziehen und dann drehen. Was dazu führe, dass man mitten in der Nacht aufstehen musste, weil die anderen nicht mehr ins Zimmer kamen. Davon abgesehen war es aber schön. Von meinem Balkon konnte ich die Akropolis sehen und vom Fenster aus den Hephaistos Tempel, was schon ziemlich cool war. Durch die Lage war es extrem laut und die Gegend war nicht so schön. Aber irgendwie war das ganze Altstadtviertel nicht so schön. Das Beste am Hostel war die Dachterrasse, ein Blick über Athen, direkt auf die Akropolis und der Sonnenuntergang.



Athen

Das Abenteuer Beginnt 

Ich und Athen hatten keinen guten Start. Ich habe es doch tatsächlich geschafft mich auf dem Weg zum Hostel zu verlaufen. Über eine Stunde bin ich im Dunkeln durch die Altstadt geirrt und habe das Hostel gesucht. Dabei betrug der Weg von der Metro 3 Minuten. Wie man das schafft. Nun ja, es gab 6 Wege, die von diesem Platz weg geführt haben und ich hab fast alle ausprobiert. Klingt nun witzig, doch nach einer Stunde war ich echt verzweifelt. Ich hab dann einen Polizisten gefragt, wo ich bin und als er auf dem Handy immer weiter weg gezoomt hat, meinte ich nur Oh God.  Er hat mich dann beruhigt, dass ich keine Angst haben muss, die Straßen seien sicher. Sehr nett hat er mir dann den Weg erklärt. Ich wollte dann doch ein Taxi nehmen, mittlerweile extrem verzweifelt, ich habe noch nie ein Taxi genommen und was war. Die Frau wollte mich nicht fahren, meinte sie müsste ganz außenrum fahren und zu Fuß wäre ich schneller. Ich also wieder zurück gelaufen. Dazu muss man sagen, die Gehwege sind nicht so schön wie hier. Da sind Löcher und Unebenheiten, und sie sind teilweise sehr schmal. Ich und mein Trolley hatten unseren Spaß. Als ich eine Straße überquert habe, ist er mir dann aus der Hand gefallen, mit einem lauten Knall. So habe ich zwei Straßenkinder angelockt, die haben bestimmt meine Verzweiflung gerochen. Und eh ich mich versah hatte ich eine Rose in der Hand. Und der Kleine wollte sie partout nicht zurücknehmen. Ich hätte ihm die 2 Euro in dem Zustand gerne gegeben, ich wollte nur noch weg, doch meinen Geldbeutel wollte ich vor den beiden nicht aus der Tasche ziehen. Letztendlich hab ich es geschafft und konnte weiter ziehen und dann nach über einer Stunde hatte mein Handy ein GPS Signal und so habe ich dann den Weg zum Hostel gefunden. Wer weiß, ohne würde ich vielleicht immer noch in Athen rum irren.......


Und es geht weiter.....

Am nächsten Tag habe ich dann die gratis Walkingtour vom Hostel gemacht. War sehr informativ, es ging auch um Percy Jackson ^^  Danach wollte ich in das Archäologische Museen, doch am Metro Platz angekommen, waren da 6 große Straßen und ich dachte nur. Oh Nein, nicht schon wieder.  Die Straßen waren so extrem voll und laut, aber anders als in London. Zebrastreifen und Ampeln konnte man vergessen. Und ich habe mich nicht sehr wohl gefühlt, wenn mich eine Gruppe von junge Männern anschaut, als wäre ich ein Stück Fleisch und sie ausgehungerte Hyänen. Die Frauen mit ihren Kopftüchern habe ich echt beneidet.

Also bin ich zum Hafen, um mein Fähren Ticket abzuholen. Die Frau hat mir dann erklärt, der Weg zum Port wäre sehr weit, ich sollte den Bus von Port 7 neben. Da ich mich kenne, wollte ich schon mal schauen, von wo er fährt und wann. Bei Port 4 habe ich dann den Bus gefunden und die Zeiten, die wohl eher einen groben Richtwert liefern. Also dachte ich, laufe ich mal die Strecke, dann weiß ich wo ich hin muss und wie lange ich brauche. 30 Minuten, eigentlich wollte ich den gratis Bus zurücknehmen, doch der ist einfach an mir vorbei gefahren, zwei mal. Die Bushaltestellen sind wohl auch eher ein grober Richtwert. Und ich weiß nicht, was ich verstörender fand, den großen Straßenhund, der hinter mir hergelaufen ist. Oder der stark geschminkte ältere Mann im Minirock, der wohl gerade seiner Arbeit nach ging.
Und um den Tag abzurunden, habe ich dann im Restaurant einen griechischen Salat bestellt. Wisst ihr, aus was ein griechischer Salat besteht ? Aus Tomaten. Und wisst ihr, was ich nicht esse, ja Tomaten. Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe, nicht sehr viel wohl.


Kein Ende in Sicht....

Da ich mir ein Kombiticket gekauft habe, sehr zu empfehlen, habe ich angefangen die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Mit der Hadrian- Bibliothek habe ich angefangen, dann die Agora und das Museum und danach den Tempel des Zeus. Leider gab es überall sehr wenig Informationen, was man da den gerade sieht und zur Geschichte. Auf dem Areopag, ein Fels neben der Akropolis wollte ich dann etwas zu ruhe kommen und die Aussicht genießen, man konnte über halb Athen sehen. So die Theorie, die Praxis sah so aus. Dass ich im Eiltempo diesen Felsen runter gelaufen / geklettert bin, um einem aufdringlichen Typen zu entgehen und mich letztendlich hinter einem Baum versteckt habe. Da ich danach etwas paranoid war, bin ich nur in die römische Agora, wollte lieber etwas unter Menschen sein.

Den nächsten Tag habe ich dann auf der Akropolis verbracht. Sehr viele Touristen und wenig Infos. Zum Glück gab es ein paar deutsche Touristen Gruppen, da habe ich mich dann danebengestellt. Danach bin ich in das Museum, was leider auch nicht so toll war.


Der letzte Tag

Nach den letzten Tagen, wollte ich eigentlich gar nicht mehr. Ich hatte alles gesehen, was ich wollte und mich dem Trubel und den vielen Menschen stellen, nee, lieber nicht. Doch ich hab mich überwunden, im Hostel verkriechen ist ja auch doof. Und hatte meinen schönsten Tag in Athen. Ich bin die Souvenir und Tavernen Gassen entlang gegangen, habe hier und dort was gekauft und mich darauf eingelassen. Nicht sofort abgeblockt, wenn jemand seine Ware angepriesen hat. Sondern mich einfach etwas treiben lassen. Vielleicht hatte ich mich auch einfach dran gewöhnt. Den Abend habe ich dann auf der Dachterrasse verbracht und hatte ein tolles Gespräch mit einem Mexikaner. Er hat versucht mir ein paar spanische Wörter beizubringen und ich ihm deutsche. Die Unterhaltung war sehr interessant und witzig, da wir beide nicht so gut englisch konnten. So bestand unserer Gespräch aus einer englischen Unterhaltung, in die immer wieder deutsche und spanische Wörter mit einflossen. Und er hat mir seine Tattoos erklärt, die die südamerikanischen Götter gezeigt haben. Was ich sehr interessant fand.Genauso wie seinen Beruf, der damit zu tun hat, Menschen zu lesen, was ich ja auch richtig interessant finde.


Mein Resümee.
Ich war da und muss nicht noch mal hin. Ich liebe die griechische Mythologie und die Tempel oder was davon noch übrig ist. Doch könnte man da viel mehr daraus machen. Die Altstadt war voller Müll und Graffiti, viele Häuser waren kaputt und leer. Überall gab es Straßenverkäufer und Bettler. Auf meinem 3min Weg zur Metro bin ich am Morgen an 4 schlafenden Menschen vorbei gekommen, die lagen einfach so am Hausrand.
Als Frau alleine habe ich mich dort nicht wohlgefühlt. Ich hatte das Gefühl, immer wachsam sein zu müssen, sodass ich nicht aus versehen etwas in die Hand nehme und dann nicht mehr los werde. Und die Blicke der Gruppen von Männern waren auch nicht sehr angenehm. Noch dazu konnte ich mich mit den fremden Straßennamen und den kleinen Gassen nur schwer orientieren.



So, ist leider länger geworden als Gedacht. In ein paar Tagen gibt es dann meinen Bericht zu Santorin.

Nun würde mich natürlich interessieren, ob ihr auch schon in Athen wart. 

Wenn ja wie habt ihr es empfunden. Oder plant ihr eine Reise dort hin ?



Kommentare:

  1. Liebe Tanja,

    ein toller Bericht, auch wenn du dich nicht sonderlich wohl gefühlt hast in Athen. Das kann ich aber absolut verstehen und ich denke an der ein oder anderen Stelle wäre ich auch mehr als paranoid geworden. Dafür ist es toll, dass du festgestellt hast, dass du gerne fliegst. :-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey Sandra,
      Dankeschön :-)
      Darüber freue ich mich auch sehr. Ich check schon immer die Flugpreise zu bestimmten Orten, zu denen ich möchte^^ Wobei ich meine Meinung vielleicht nach einem 12 Stunden Flug ändern würde :-D

      Liebe Grüße

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  2. Hi Tanja,

    ein gelungener und sehr witziger Beitrag über deinen Urlaub. Ich musste mehrmals laut lachen, auch wenn es dir, in manchen Situationen bestimmt nicht so ging. Ich hoffe, du konntest dich trotzdem etwas erholen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Dankeschön Uwe, ich freue mich, dass du den Beitrag unterhaltsam und auch witzig fandest. Stimmt in den jeweiligen Situationen könnte ich meist nicht darüber lachen, aber mittlerweile schon auch wenn ich dabei dann oft noch den Kopf schüttel und mir denke, war mal wieder typisch :-D

      Ganz Liebe Grüße

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Ich freue mich über eure Kommentare :-)
Manchmal braucht meine Antwort etwas , aber sie kommt ^^